The War Profiteers - War Crimes, Kidnappings & Torture

 

War Profiteers Main Index

CIA Activities Index

CIA Activities in Europe

 

 

The Kidnapping of Muhammad Al-Zammar (Mohammed Zammar)

 

Background

Media Reports

Government Reports

Photo Credits

 

Background

 

“Foreign Minister Frank-Walter Steinmeier denied on Thursday Berlin had advance knowledge of a 2001 U.S. operation to seize a German citizen in Morocco and transfer him to Syria where he was allegedly tortured. […] German authorities questioned Zammar after the attacks and released him. Shortly thereafter, he traveled from Germany to Morocco, where he was arrested. A Council of Europe report said he was then flown to Syria on a CIA-linked aircraft. […]”

 

Excerpt of a Reuters article from March 13th, 2008.

Muhammad Al-Zammar in 2001

 

Media Reports

 

March 13th, 2008 - Steinmeier kontert Vorwürfe im Fall Zammar

1 news article by the Spiegel (German article)

 

March 13th, 2008 - Minister Denies Germans Complicit in U.S. Rendition

2 news articles by Reuters & Mathaba News Network

 

March 11th, 2008 - Ex-CIA-Mann belastet deutsche Kollegen

1 news article by the Stern (German article)

 

February 12th, 2007 - Terror Suspect Zammar Gets Twelve Years

1 news article by the Spiegel

 

February 5th, 2007 - In Another CIA Abduction, Germany Has an Uneasy Role

1 news article by the Washington Post

 

December 14th, 2007 - “Syrische Folterpraxis war in Berlin bekannt”

1 news article by the Süddeutsche Zeitung (German article)

 

January 11th, 2007 - Berlin ‘Helped CIA’ with Rendition of German Citizen

1 news article by the Spiegel

 

November 27th, 2006 - A German Islamist Faces Death Penalty in Syria

1 news article by the Spiegel

 

November 21st, 2005 - A Tale of Extraordinary Renditions and Double-Standards

1 news article by the Spiegel

 

September 11th, 2002 - Hamburg’s Cauldron of Terror

1 news article by the Washington Post

 

 

Government Reports

 

March 13th, 2008 - Uhrlau dementiert deutsche Mithilfe bei Verschleppung Zammars

Report by the German Parliament/Deutscher Bundestag (in German)

 

“Ein ‘klares Nein, das schließe ich aus’: Mit diesen Worten reagierte Ernst Uhrlau vor dem Untersuchungsausschuss auf die Frage des Abgeordneten Hans-Christian Ströbele (Bündnis 90/Die Grünen), ob der Bundesnachrichtendienst (BND) im Herbst 2001 bei der rechtswidrigen Verschleppung Mohammed Haydar Zammars von Marokko nach Syrien mitgeholfen habe. […]

 

“Zum Auftakt der Zeugenvernehmungen am Donnerstag, dem 13. März 2008, trat der damalige Geheimdienstkoordinator im Kanzleramt auch Darstellungen in Medienberichten entgegen, nach den Attentaten von New York sei die deutsche Seite schon bald über das von den USA praktizierte Kidnapping von Terrorverdächtigen samt geheimen Gefangenenflügen informiert gewesen.

 

“Entsprechende Gespräche mit US-Stellen seien im Herbst 2001 nicht geführt worden, so der heutige BND-Präsident. Dies sei schon deshalb ausgeschlossen gewesen, weil unmittelbar nach dem 11. September ein ‘Entführungsprogramm’ seitens der USA noch gar nicht existiert habe. Zu Vorwürfen, seinerzeit hätten deutsche Geheimdienste US-Behörden ‘im Stillen’ bei der ‘Renditions’-Praxis helfen wollen, sagt der Zeuge: ‘Da wird ein Gemälde gezeichnet’, doch dazu gebe es ‘kein Butter bei die Fische’. Man habe stets innerhalb des deutschen Rechts agiert.

 

“Der Ausschuss recherchiert, ob die hiesige Regierung und deutsche Stellen eine Mitschuld trifft für die unter der Ägide der USA organisierte, im Detail bis heute nicht bekannte Verschleppung Zammars von Marokko nach Damaskus. Gegen den Deutsch-Syrer lief nach den Anschlägen von New York wegen seiner Kontakte zu Al-Qaida und zur Hamburger Terrorzelle ein Ermittlungsverfahren, doch reichten die Verdachtsmomente für einen Haftbefehl nicht aus. Zammar wurde nach seiner Festnahme in Marokko nach Damaskus überstellt, wo er seither einsitzt und im Frühjahr 2007 wegen Mitgliedschaft in der Moslembruderschaft zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt wurde. […]”

 

March 6th, 2008 - Keine Hinweise auf Folter bei Zammars Verhör in Syrien

Report by the German Parliament/Deutscher Bundestag (in German)

 

February 21st, 2008 - Zeuge weist “Unterstellungen” gegen BKA zurück

Report by the German Parliament/Deutscher Bundestag (in German)

 

“Als ‘Unterstellung’ wies Manfred Klink am Donnerstag, dem 21. Februar 2008, vor dem Untersuchungsausschuss mehrfach Verdächtigungen und Thesen zurück, hiesige Sicherheitsbehörden hätten Mohammed Haydar Zammar im Herbst 2001 zielgerichtet nach Marokko ausreisen lassen, damit er dort von US-Diensten festgenommen werden könne. Der inzwischen pensionierte Klink leitete nach den Attentaten von New York die vom Bundeskriminalamt (BKA) eingesetzte Sonderermittlungsgruppe.

 

“Der 1. Untersuchungsausschuss recherchiert, ob die deutsche Regierung und hiesige Stellen mitverantwortlich sind für die von den USA organisierte und rechtswidrige Verschleppung des Deutsch-Syrers von Marokko nach Damaskus, wo er bis heute in einem im Ruf der Folter stehenden Gefängnis einsitzt.

 

“Klink erklärte, die Erkenntnisse, die im Rahmen eines gegen den als ‘aktiven Gefährder’ eingeschätzten Deutsch-Syrer laufenden Ermittlungsverfahrens zutage getretenen seien, hätten nicht für einen Haftbefehl ausgereicht. Zudem habe die Generalbundesanwaltschaft entschieden, dem Verdächtigen die Ausstellung eines neuen Reisepasses nicht zu verweigern. In dieser Situation sei es darum gegangen, so das ehemalige Mitglied der BKA-Amtsleitung, Zammar weiter zu observieren, in Marokko unter Mithilfe der dortigen Behörden.

 

“Zammar sei in das Netzwerk Al-Qaida eingebunden gewesen, betonte Klink. Er habe sich einmal sogar als Leibwächter Osama Bin-Ladens angedient, wenn auch vergeblich. Im Blick auf eine Mitwirkung Zammars an den Anschlägen von New York sei die Verdachtslage jedoch schwächer. Der Zeuge erläuterte, man habe das FBI über die hiesigen Erkenntnisse über den Deutsch-Syrer und auch über dessen Reisepläne Richtung Marokko unterrichtet. Das BKA sei davon ausgegangen, dass Zammar wieder nach Deutschland zurückkehren werde. Es hätten keine Anhaltspunkte existiert, so Klink, dass die USA die Informationen für eine Verschleppungsaktion nutzen könnten.

 

“Man habe nicht die Gefahr gesehen, dass Zammar in Marokko ‘etwas Schlimmes’ passieren könne, antwortete Klink auf eine entsprechende Frage von SPD-Obmann Michael Hartmann. Dem Zeugen zufolge blieben nach dem Verschwinden des Deutsch-Syrers im Dezember 2001 alle Aufklärungsbemühungen des BKA bis Juni 2002 erfolglos. So hätten die Marokkaner erklärt, Zammar sei mehrfach vernommen worden und dann Richtung Spanien ausgereist. Das sei ‘gelogen’ gewesen, so Klink vor dem Ausschuss. Auch von Seiten der USA sei bis zum Frühsommer 2002 zu hören gewesen, man ‘wisse nichts’. Bis heute sei unklar, wie der Deutsch-Syrer nach Damaskus gelangt sei.

 

“Vertreter der Opposition im 1. Untersuchungsausschuss führten Indizien ins Feld, die aus ihrer Sicht den Verdacht stützen, man habe Zammar bewusst nach Marokko fliegen lassen. Dabei sei es nicht darum gegangen, so Wolfgang Wieland (Bündnis 90/Die Grünen), den Deutsch-Syrer etwa einer Folter auszuliefern. Doch müsse geprüft werden, ob man ‘leichtfertig oder billigend’ in Kauf genommen habe, dass sich US-Stellen in Marokko um Zammar kümmerten.

 

“Norman Paech (Linksfraktion) fragte, warum dem ‘aktiven Gefährder’ trotz schwerer Verdachtsmomente ein neuer Pass ausgestellt worden sei: Bei Fußball-Hooligans und G-8-Protestlern sei man damit sehr schnell zur Hand. Der Abgeordnete Wieland erwähnte einen Medienbericht, in dem ein namentlich nicht genannter hoher Sicherheitsbeamter dahingehend zitiert wird, bei Zammars Verhaftung in Marokko handele es sich um eine gemeinsame Aktion von deutschen und US-Sicherheitsbehörden. […]”

 

February 14th, 2008 - Zeugenvernehmungen im Fall Zammar

Report by the German Parliament/Deutscher Bundestag (in German)

 

January 17th, 2008 - “Kein Gegengeschäft mit Zammar”

Report by the German Parliament/Deutscher Bundestag (in German)

 

November 15th, 2007 - Zeugenvernehmungen

Report by the German Parliament/Deutscher Bundestag (in German)

 

 

Photo Credits

 

Background

 

1) Mohammed Haydar Zammar - left: Screenshot of a probable surveillance video, which was shot in 2001, most likely in Hamburg, Germany. The source and the exact date are unknown; right: Mohammed Al-Zammar - undated - Knut Müller/Associated Press;

 

Back to CIA kidnappings in Europe

Back to CIA activities

Back to CIA

Back to main index